Vorstand präsentiert Bilanzzahlen

Vorstand und der Aufsichtsrat präsentieren positive Jahresbilanz / 6 Prozent Dividende für die 10.427 Mitglieder / Erhebliche Steigerung des Eigenkapitals / Heike Speer-Sorg neu im Aufsichtsrat.

 

 

Die Raiffeisenbank Grevenbroich hat am 28. Juli 2015 mit Ablauf der Vertreterversammlung auch bilanztechnisch den Schlussstrich unter das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2014 gezogen.

 

Der Vorstand mit dem Vorstandssprecher Friedhelm Franken (Bild, mitte)  und den Vorstandskollegen Jörg Holz (Bild, links) Christian Jansen (Bild, rechts) konnten durchweg positive Zahlen präsentieren. Und das trotz der besonders durch die Geldpolitik der EZB herbeigeführten Niedrigzinsphase, die die Bilanzen der verschuldeten Staats- und sonstigen öffentlichen Haushalte schönen, dem normalen Sparer aber Realverluste seines ersparten Vermögens bescheren.

 

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 366 Millionen Euro, was einem Plus von 4,2 Prozent entspricht. Das gesamte betreute Kundenvolumen beträgt 678 Millionen Euro, eine Steigerung von 3,2 Prozent. Der Jahresüberschuss beträgt 658.000 Euro. Daraus schüttet die Bank nach Beschluss der Versammlung eine Dividende in Höhe von 6 Prozent an die nunmehr 10.427 Mitglieder aus, und stärkt zudem ihr erwirtschaftetes Eigenkapital um gut 1,5 Millionen Euro oder 4,9 Prozent.

 

Zuwächse beim Kundengeschäft verzeichnete die Bank auf beiden Seiten der Bilanz.

 

Die Kundenkredite erhöhten sich um 3,1 Millionen Euro auf jetzt 223 Millionen Euro, das bedeutet ein Plus von 1,4 Prozent. Sowohl im Bereich der Baufinanzierungen, als auch bei der Finanzierung von Mittelständlern waren die Zuwächse zu verzeichnen.

 

Die Kundeneinlagen erhöhten sich sogar um 11,9 Millionen Euro oder 4,2 Prozent auf jetzt 295 Millionen Euro, obwohl die Zinsen teilweise erheblich unter den Inflationsraten liegen, als Folge der expansiven Geldpolitik der EZB, was vor allem die verschuldeten Staaten freut, jedoch nicht die kleinen Sparer. Trotzdem wollen die Kundinnen und Kunden Sicherheit für ihr Erspartes und vertrauen der Raiffeisenbank.

 

Über die Ertragslage der Raiffeisenbank Grevenbroich konnte der Vorstand ebenfalls positiv berichten. Trotz rückläufiger Zinserträge konnte das Betriebsergebnis vor Bewertung, als Gradmesser für die Ertragskraft, mit 3,6 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

 

Trotz kontinuierlich steigender Kreditausleihungen geht die Bank bei der Kre­ditvergabe, äußerst risikobewusst vor. Das zeigt sich auch daran, dass 2014 ein positives Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft erzielt wurde. Das heißt, abgeschriebene Kundenforderungen wurden durch Eingänge von notleidenden Krediten aus den Vorjahren überkompensiert.

 

Auch als Sponsor hat sich die Raiffeisenbank Grevenbroich wieder betätigt. Spenden und sonstige Zuwendungen in Höhe von mehr als 130.000 Euro wurden an gemeinnützige Organisationen im Geschäftsgebiet ausgeschüttet.

 

Anschließend nahm Vorstandssprecher Franken Stellung zur europäischen Finanzmarktpolitik:

“ Wir brauchen eine europäische Bankenregulierung, die konsequent den Risikogehalt einer Bank berücksichtigt. So muss zum Beispiel die Raiffeisenbank Grevenbroich in den europäischen Bankabwicklungsfonds einzahlen. Der Fonds springt aber nur dann ein, wenn systemrelevante Banken saniert oder abgewickelt werden müssen. Unsere Bank ist aber keine systemrelevante Bank. Von daher ist es so, als müssten Fahrradfahrer die Maut für Autobahnen mitbezahlen.”

Viel sinnvoller sei es deshalb, die Einzahlungen in den EU-Bankenfonds so zu berechnen, dass sie den Risikogehalt des Geschäftsmodells einer Bank sowie ihre Systemrelevanz widerspiegelten.

 

Dass die Vertreterinnen und Vertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Enlastung erteilt. Ebenfalls folgte das Plenum dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verwendung des Bilanzgewinns.

Stefanie Stutte aus dem Aufsichtsrat verabschiedet

Heike Speer-Sorg neu in den Aufsichtsrat gewählt

Für die aufgrund der satzungsmäßigen Altersgrenze ausscheidende Aufsichts­rätin Stefanie Stutte, die dem Organ seit 1986 angehörte, wurde Heike Speer-Sorg neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Peter Baumeister, der ebenfalls turnusmäßig ausschied, wurde von der Vertreterversammlung für weitere drei Jahre wiedergewählt.