Raiffeisenbank Grevenbroich eG weiterhin auf stabilem Wachstumskurs

Die Raiffeisenbank Grevenbroich sieht sich zu unrecht mit einer Vielzahl neuer Vorschriften konfrontiert „Die neuen Spielregeln im Bankenbereich sollten für risikoreiche Geschäfte gelten“, sagte Vorstandssprecher Friedhelm Franken auf der Vertreterversammlung. „Leider differenziert die Politik hier nicht und deshalb trifft es Genossenschaftsbanken besonders hart.“ Franken betonte, die Raiffeisenbank Grevenbroich führe ein bodenständiges Geschäft und sei auf die Region ausgerichtet. „In politischen Sonntagsreden wird immer wieder nach bodenständigen Banken wie der Raiffeisenbank gerufen. Doch bei der Regulierung werden wir dann mit allen Instituten in einen Topf geworfen.“

 

Franken erinnerte an das große Lob, das die Genossenschaftsbanken vor der Bundestagswahl von vielen Parteien erhalten hätten. So habe die SPD in ihrem Wahlprogramm geschrieben, sie wolle sich für die Förderung des Genossenschaftswesens einsetzen. Diesen Worten müssen aber auch mal Taten folgen.

 

In seinem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2013 hob Franken das Rating der Agentur Fitch von A+ hervor. Eine solch positive Einschätzung hätten die Experten für keine Geschäftsbank in Deutschland ausgesprochen. Das Rating gelte auch für die genossenschaftliche Sicherung der Spareinlagen in unbegrenzter Höhe. „Unsere Sicherungseinrichtung hat sich seit Jahrzehnten bewährt.“ erklärte der Vorstandssprecher. „Ihre Leistungsfähigkeit darf nicht im Rahmen einer europäischen Bankenunion angetastet werden. Die Ersparnisse unserer Mitglieder und Kunden dürfen nicht zur Rettung von Banken in Krisenstaaten herangezogen werden.“

 

Wachstumsträger Kreditgeschäft

Im Kundengeschäft kann die Raiffeisenbank Grevenbroich erneut Erfolge vorweisen. Das betreute Kundenkreditvolumen (bilanzwirksames und bilanzunwirksames Geschäft) stieg 2013 um 8,4 Millionen Euro oder 3,2 %. Wachstumsträger waren dabei sowohl Kredite an Unternehmen und Selbstständige als auch Baufinanzierungen an Privatpersonen.

 

Franken berichtete, Ende 2013 habe die Europäische Zentralbank nach Wegen gesucht, die Geschäftsbanken zu mehr Mittelstandskrediten zu zwingen. „Egal, was man davon halten mag: bei der Raiffeisenbank Grevenbroich findet der Mittelstand mit seinen Kreditwünschen nicht nur im Augenblick Gehör. Für uns bedeutet Engagement mehr als ein kurzfristiges Interesse, wir bieten Nachhaltigkeit.“

 

Kundenanlagevolumen auf hohem Niveau

Das gesamte, von der Bank betreute Anlagevolumen der Kunden bewegt sich weiterhin auf erfreulich hohem Niveau. Im Geschäftsjahr 2013 konnte ein weiterer Zuwachs von 11,7 Millionen Euro oder 3,1 % erzielt werden. Franken kritisierte dabei aber das niedrigere Zinsniveau, das durch die Geld- und Zinspolitik der Europäischen Zentralbank künstlich erzeugt wird. Dies ist nicht nur ärgerlich für den normalen Sparer, der noch nicht einmal einen Inflationsausgleich erhält, sondern auch für die Raiffeisenbank Grevenbroich, die sich mit dem Ärger der Kunden auseinandersetzen muss und deren Zinsmarge dadurch unter Druck gerät.

 

Zahl der Mitglieder steigt auf über 10.000

Die Raiffeisenbank Grevenbroich gehört mit inzwischen 10.148 Teilhabern (Vorjahr: 9.832) zu den größten Mitgliedervereinigungen der Region. Damit sind bereits über 40 % der Kunden auch gleichzeitig Mitglieder.

Der Vorstand der Bank legt allerdings Wert darauf, dass nur diejenigen Teilhaber der Bank sind, die auch zumindest den größten Teil ihrer Bankgeschäfte mit der Raiffeisenbank Grevenbroich tätigen. Mitgliederförderung wird bei der Bank nämlich groß geschrieben und die hohe Dividende soll nicht ausschließlich ein Grund für Kapitalanleger sein.

Den Wünschen, ausschließlich eine Mitgliedschaft zu zeichnen, gegebenenfalls auch noch aus anderen Regionen als dem Sitz der Bank, werden klare Absagen erteilt.

 

5 % Dividende plus 1 % Bonus für Mitglieder

Die Vertreterversammlung stimmte dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand der Raiffeisenbank Grevenbroich zu, wie in den Vorjahren eine insgesamt 6-prozentige Dividende auf die Geschäftsguthaben auszuschütten.

 

Ertragslage stabil, Eigenkapital erhöht sich weiter

Vorstandssprecher Friedhelm Franken berichtete weiterhin, dass sich das erwirtschaftete Eigenkapital aus dem Geschäftsergebnis 2013 nochmals um 1,5 Millionen Euro oder gut 5 % auf nunmehr 31 Millionen Euro erhöht hat. Die zukünftig verschärften Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der Banken werden von der Raiffeisenbank Grevenbroich bereits heute locker erfüllt. Eine Kreditklemme wird es aufgrund der verschärften Eigenkapitalvorschriften bei der Raiffeisenbank nicht geben.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag mit 1,02 % der durchschnittlichen Bilanzsumme leicht unter dem Ergebnis des Jahres 2012. Franken betonte, dass man aber nach wie vor von einer komfortablen Ertragslage sprechen kann.

 

Mitarbeiterzahl leicht gestiegen /hohe Ausbildungsquote

Für das insgesamt gute Geschäftsergebnis bedankte sich Franken in der Vertreterversammlung bei den 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank (Vorjahr 102), davon 24 Teilzeitbeschäftigte und 14 Auszubildende.

Die Ausbildungsquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht, in 2012 waren 13 Auszubildende in der Bank beschäftigt.

Alle Auszubildenden, die im Januar 2014 ihre Ausbildung abschlossen, wurden in das Angestelltenverhältnis übernommen. Franken erklärte der Vertreterversammlung, dass er stolz darauf sei, eine solch hohe Ausbildungsquote im Betrieb zu haben und den Personalbedarf fast ausschließlich mit in der Bank ausgebildeten Damen und Herren auffüllen zu können.

 

Wiederwahl im Aufsichtsrat

Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herren Heinz-Hubert Nolden und Matthias Schellen wurden von der Vertreterversammlung für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren gewählt.

Heinz-Hubert Nolden und Matthias Schellen freuen sich über ihre Wiederwahl in den Aufsichtsrat der Bank.