Vertreterversammlung 2017

5 Prozent Dividende an 10.741 Mitglieder ausgeschüttet / Vertreterversammlung stimmt für die Fusion


Raiffeisenbank Grevenbroich eG hält Kurs trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Kindergärten, Schulen und Vereine mit insgesamt 140.000 Euro finanziell unter die Arme gegriffen, zinsgünstige Darlehen (Förderkredite) vermittelt, Privatkunden sowie den hiesigen Mittelstand mit Kreditmitteln unterstützt und das Gemeinwohl mit Steuerzahlungen gestärkt – die Raiffeisenbank Grevenbroich eG war auch in den abgelaufenen zwölf Monaten wieder mehr als der gefragte Finanzpartner von Menschen und Mittelstand in der Region.

Das alles war nur möglich, weil sich die Bank im Vorjahr einmal mehr erfolgreich auf dem heimischen Markt für Finanzdienstleistungen behauptet hatte. Wie aus dem von Vorstandsmitglied Jörg Holz erstatteten Bericht über das Jahr 2016 hervorging, gelang es der heimischen Kreditgenossenschaft, ihre Bilanzsumme um 6,3 Prozent auf einen neuen Höchstwert von knapp 407 Millionen Euro zu steigern.

Maßgeblich verantwortlich für den Bilanzsummenzuwachs war die Entwicklung der Einlagen. Obwohl Guthabenzinsen gen Null tendierten, war das Institut bei Privatpersonen und mittelständischen Unternehmern gefragt als sicherer Verwalter von Vermögenswerten.
Um rund 23 Millionen Euro auf 332 Millionen Euro steigerte die Bank ihre bilanziellen Kundeneinlagen. Dieser Trend scheint sich auch in 2017 fortzusetzen.

Gefragt war die Raiffeisenbank  Grevenbroich eG im Jahr 2016 auch als Kreditgeber. Die Ausleihungen an Kunden beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember auf 231 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,1 Prozent.

Ebenfalls positiv entwickelten sich das gesamte betreute Kundenvolumen, die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite, inklusive des von der Bank betreuten Produktangebotes aus der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, der unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherungsgruppe sowie die mehrfach  ausgezeichnete Fondsgesellschaft Union Investment angehören. Hier verzeichnete die Raiffeisenbank einen Zuwachs von annähernd 6 Prozent auf nunmehr 740 Millionen Euro.

Trotz gestiegener Herausforderungen durch Niedrigzinsniveau, zunehmende Regulatorik, Digitalisierung und demografischem Wandel, zeigten sich Vorstandsmitglieder Jörg Holz und Christian Jansen mit dem Verlauf und Ergebnis des Geschäftsjahres insgesamt zufrieden.

Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rund 669.000 Euro lag der Gewinn leicht über dem Vorjahresniveau. Vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in gleicher Höhe erhalten die 10.741 Fans der Genossenschaftsidee – unter ihnen 410 neue Mitglieder, die sich für die Genossenschaftsidee begeistern – als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 5 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Versammlung mehrheitlich. Zudem wurde beschlossen, das Eigenkapital und die Vorsorgereserven um gut 1,75 Millionen Euro oder 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufzustocken.
Mit dieser soliden Ausstattung fühlt sich die Bank gut gerüstet für die Anforderungen der Zukunft.

Dass die Mitglieder-Vertreter mit dem Kurs ihrer Bank mehr als zufrieden sind, demonstrierten sie auf der Versammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Hinzen mit eindeutigen Beschlüssen. So wurden der Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung ausgesprochen. Einig zeigte sich das „Bankparlament“ auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Matthias Schellen wurde einstimmig wiedergewählt.

Aufsichtsratsmitglied Heinz-Hubert Nolden wurde aufgrund des Erreichens der Altersgrenze gemäß Satzung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Hinzen offiziell aus dem Aufsichtsrat der Bank verabschiedet.

Das Fusionsbestreben der Raiffeisenbank mit der Volksbank Erft hat die Vertreterversammlung ebenfalls positiv aufgenommen. Mit überwältigender Mehrheit stimmte Sie für eine Fusion und machte damit als erste der beiden Partner den Weg frei für ein starkes gemeinsames Institut. Den weiteren notwendigen Beschluss für eine endgültige Verschmelzung fasst Ende Juni noch die Vertreterversammlung der Volksbank Erft.